Sommer Jam 2022

Einladung Sommer Jam 8.-14.8.2022 (offen 7.-15.)

Liebe:r Freund:in der Contact Improvisation,
Du bist herzlich eingeladen zur 2022er Sommer-Jam des Verein Initiative Tänzerdorf e.V., wir treffen uns im schönen
Naturfreundehaus Sommer-Ecke und Du findest alle Details unten.

Wir haben diesmal eine ganze Woche Zeit, ein starkes Programm mit wundervollen Lehrern (s. unten), einige Kinder und Jugendliche dabei und Aktivitäten, und werden die Natur auf dem Schwarzwald geniessen und betanzen.

Wir freuen uns auf dein Dabeisein und mit dir zu tanzen und den Sommer zu geniessen.
André und das Jam-Team

Anmeldung bei: anmeldung@taenzerdorf.org

Wann?

  • 8.-14.8. 2022 mit Jams und Workshops
  • Anreise ab 7.8. mittags, Abreise bis 15.8. mittags
  • genaue Zeit-Struktur folgt bald

Wo?

  • Im Naturfreundehaus Sommer-Ecke auf dem Schwarzwald, in üppiger schöner Natur, mit freiem Blick auf die Vogesen
  • Einige Bilder der Sommer-Ecke (und der Herbst-Jam dort) und Umgebung:

… weitere Fotos weiter unten.

Was erwartet Dich?

  • Eine ganze Woche Programm mit 1-2 Jams jeden Tag, Live-Musik, Workshops, gemeinsames Singen, BodyWork
  • Weitere Angebote, Herzlichkeit, Mitmach-Kultur und Gemeinschaftliches Sein
  • 100m2 Tanzraum und 2 Draussen-Tanzflächen, Kreativ-Space, schönes Haus, Camping-Wiese, Vollpension mit vegetarischer oder veganer Küche nach deiner Wahl
  • Sommer in garantiert wunderschöner Natur-Umgebung, Lagerfeuer, Wald und Wiese, Tanz in der Natur und Draussen-Zeit
  • Max. 55 Erwachsene und 15 Kinder+Jugendliche zeitgleich vor Ort
  • ca. 3h täglich Aktivitäten für Kinder und Jugendliche
  • Sicher auch mal eine Party…

Warum dabei sein?

  • Du möchtest endlich wieder mehr herzliche Menschen treffen, tanzen und körperlich sein?
  • Du liebst Contact Improvisation, die Idee von Ökodörfern, herzliches bewusstes Miteinander?
  • Du bist neugierig auf eine Initiative von Menschen, die für ein neues Miteinander zwischen Menschen und mit der Natur eintreten, und neue Ideen konkret in der Welt umsetzen möchten?

Kosten-Beitrag

Folgende Preise sind inklusive Beherbergung und Vollpension! Es entstehen also keine weiteren Kosten…

 

Erwachsene

Sozialpreis

Jugendliche 11-17J

Kinder 2-10J

Anmeldung

90 €

60€

40€

20€

Tage 1-4, je Tag

70€

50€

40€

30€

Tage 5-8, je Tag

50€

40€

30€

25€

DZ eig. Bad

+20€/Nacht

+15€/Nacht

   

Camper-Busse und Zelte willkommen.

Anmeldung

Schreib eine E-Mail an anmeldung@taenzerdorf.org mit deinem Namen, Adresse, Telefon-Nummer und wie lange (welche Tage) Du teilnehmen möchtest.

Für verbindliche Anmeldung überweise bitte 100€ oder den vollen Betrag mit Betreff ‘Sommer-Jam [Vorname]’ auf:
IBAN:                    DE30 4306 0967 1219 7875 00
Empfänger:       Initiative Tänzerdorf e.V.

Fotos

Fotos vergangener Jams in der Sommer-Ecke:

Ausblick von der Sommer-Ecke

Zeit-Struktur der Jam

folgt bald

Team, Workshops und weitere Informationen

heikeHeike Pourian
Ich verstehe mich als Wandelforscherin. Die Contact Improvi-sation – seit über 30 Jahren wesentlich für mich – betrachte ich als Inspiration und Experimentierfeld für transformative Prozesse. Seit 2016 veröffentliche ich vermehrt Texte dazu, zuletzt: Wenn wir wieder wahrnehmen. Wach und spürend den Krisen unserer Zeit begegnen (mit Bildern von Sibylle Reichel).
Mit meiner Arbeit möchte dazu beitragen, dass sich die Ahnung in der Welt verbreitet, dem Sinnlichen, Lustvollen, Spielerischen könne unsere stärkste politische Kraft innewohnen: Was ändert sich, wenn wir uns der Vorstellung öffnen, das was uns wirklich nährt und lebendig macht, könne der Urboden für die Gestaltung unserer Gesellschaft sein?

wandlungsraeumeWandlungsraeume
Wir, Nela Adam und Magdalena Trischler, sind die Gründerinnen der Wandlungsräume. Wir sind Weggefährtinnen in therapeutischen und Selbsterfahrungsräumen, sowie in der Contact Improvisation, in Tanz und Theater. Wir teilen die große Liebe zur Erde, der Natur und zur Lebendigkeit.
Für tiefgreifende Veränderungsprozesse braucht es alltagstaugliche Anker und ein Bewusstsein für die innere Ausrichtung. Die Orientierung an zyklischen Transformationsprozessen ist für uns die Basis unserer Angebote.  Inspiriert sind wir dabei u.a. von der Gestalttherapie nach Fritz Perls, der Tiefenökologie nach Joanna Macy, sowie von tieferliegender Symbolik aus Märchen und Mythen. Rituale, Körperarbeit, Natur und Kreativität sind unsere Medizin.
www.wandlungsraeume.org

magdalenaMagdalena Trischler
Figurenspieltherapeutin, Gestalttherapeutin i.A., Innere Kind Arbeit, naturverbundene Ritualarbeit, Masken- und Figurenspiel, Contact Improvisation.
Seit vielen Jahren tanze ich leidenschaftlich Contact Improvisation, das Leben innerhalb dieses Forschungsfeldes ist mir schnell Heimat und Spielwiese unendlicher neuer Schöpfungsmöglichkeiten geworden. Die Bewegung und die Begegnung der Körper im Raum und miteinander als ein sich immer wieder neu erfindendes Entdeckungsfeld. Das Lauschen der inneren Bewegung führten mich immer tiefer in das Erforschen meiner wahrnehmender Aufmerksamkeit.
Präsenz. Mich öffnen für das, was sich mir eröffnen will. Auf allen Ebenen in jedem Moment möglicherweise möglich.
In meiner Arbeit versuche ich Kindern und Erwachsenen, therapeutisch, künstlerisch oder menschlich, in diesen Moment mit einzutauchen und zu erfahren, was für die/den Einzelne*n jetzt gerade erlebbar ist.
www.magdalena-trischler.de

nelaNela Adam
Tanz- und Theaterpädagogin, Gestalttherapeutin i.A., Weiterbildungen in Massage- und Körpertherapie, Masken-, Figurenspiel, Contact Improvisation
Mein Weg führte mich vom Körpertheater zum Tanz und zur Contact Improvisation. Seit vielen Jahren ist CI ein wichtiger und prägender Bestandteil meines Lebens. Ich schätze die immer wieder neuen Spielarten des Tanzes, die Facetten von Begegnungen und Impulsen, das unerschöpfliche Forschungsfeld in Bewegung, Berührung und im Körper. Es bereitet mir viel Freude, Erfahrungsräume für authentische Begegnung und Lebendigkeit zu schaffen und zu gestalten – für Kinder und Erwachsene, therapeutisch, pädagogisch und künstlerisch.

pemaPeMa Art
Pete und Marie sind beide unabhängige Künstler, die sich beim Contact Improvisation Tanzen kennengelernt haben. Seitdem tanzen sie das Leben als Partner, bei Contact Jams und Festivals. Ihr kollaborativer Prozess wird in Zeit, Liebe und Raum konstruiert. Ihre erste Arbeit „Phe-NoumeNow“, wurde am 3. Dezember 2019 in London uraufgeführt. Im März 2020 nahmen sie am LaborManifest #10 mit täglichen Performances im öffentlichen Raum in Freiburg/Breisgau teil. Der kommende Teil ihrer Gesamtarbeit FuturoSpective, UnDone, wurde ursprünglich für das Open Art Festival Freiburg vom 2. bis 10. Mai 2020 in Auftrag gegeben (open-art.org), konnte aber aufgrund der Pandemie nicht entwickelt werden. Nebenbei lehren sie Contact Improvisation Workshops in Konstanz und London.
Facebook-Seite: facebook.com/PeMa-Art-102108914560239/

petePete Guy Spencer
Pete ist Dichter, Performancekünstler, Autor und Logopäde und lebt in Süddeutschland, leitet Theaterworkshops und Tanzkurse für junge Menschen.
Seit 2008 ist er leidenschaftlicher Contact Improvisation Tänzer, was zu spontanen CI-Auftritten auf Festivals oder Strassenauftritten zwischen Bern und Wien führte.
2014 war er künstlerischer Leiter von Grenzgängers Träume, einer gemischten Gruppe von acht Künstlern, die ein dreistündiges Performance-Konzert mit Literaturperformance, Tanz und Musik inszenierten. 2016/17 war er Teil des Duett-Projekts LiebesLiederLyrik, und seit 2019 ist er eine Hälfte von PeMa Art. Daneben arbeitet er als Logopäde und Sprachtherapeut und gibt Theater- und DanceAbility-Workshops für Menschen mit erworbenen Sprachbarrieren.

marieMarie Chabert
ist Tanzkünstlerin, Performerin und Choreografin, Yogalehrerin und Masseurin, lebt in London und Deutschland. Sie unterrichtet regelmäßig Contact Improvisation in verschiedenen Institutionen.
Als Tänzerin trat sie international unter anderem mit Kate Flatt, Fin Walker, Lionel Hoche, Willi Dorner, Vera Tussing, Retina Dance Company, und cie Apparemment auf.
Choreografieren, Zusammenarbeiten und Unterrichten ist ein grundlegender Teil ihrer künstlerischen Praxis.
Marie gründete mehrere Projekte und wurde zu Residenzen und Festivals in Europa, Asien, Amerika und Afrika eingeladen.Sie lebte 2016 für 4 Monate in Indien, eine spirituelle Reise auf der sie sich zur Yogalehrerin ausbilden liess.
mariechabert.com

The Gap (Heike Pourian)

oder: Was könnte am Jammen politisch sein?
Nancy Starck Smith hat mit dem Undescore wunderbare Worte gefunden, um die komplexen Prozesse zu beschreiben, die wir in einer Jam erleben. Sie hat damit bewusst gemacht, was ohnehin passiert. Diese Klarheit erweitert unseren Handlungsspielraum und gibt uns Orientierung: “Ach so, da befinde ich mich gerade!”. Ich weiss noch wie ich vor Erleichterung ausatmete, als mir klar wurde: “the Gap”, die Lücke, gehört zum Improvisieren dazu. Sie ist kein Fehler, kein Versagen, sondern integraler Bestandteil jedes kreativen Prozesses! Für mich war und ist das eine zentrale Erkenntnis. Sie verändert mein Dasein – beim Contact Tanzen und im Alltag – und hilft mir zu verstehen, wo wir uns als Menschheit befinden – mitten in der Lücke, der Krise: Unser System gelangt an seine Grenzen, das Narrativ erweist sich als überholt, wir erleben Kollaps, Burnout und Zuspitzung, aber wir haben noch kein neues Betriebssystem, das wir mal eben hochladen können. Darum ist es mir ein so wesentliches Anliegen, daran zu erinnern, dass wir uns beim Improvisieren Zukunftskompetenzen aneignen. Die Pionier*innen der CI waren vor 50 Jahren in genau dem Bewusstsein unterwegs. Sie haben den Tanz neu erfunden, in dem sie die festgefahrenen Strukturen des Bühnentanzes hinterfragten. Was können wir daraus für gesellschaftliche Wandelprozesse lernen?
Unsere Reise beginnt Abends (geplant: Dienstag) mit einem Vortrag zum Einstimmen.
Und dann widmen wir uns am nächsten Tag (geplant: Mittwoch) dem Erforschen der Lücke. Wir schaffen einen möglichst sicheren, begleiteten Forschungsraum, um die Orientierungslosigkeit zu erkunden. Wo vermeiden wir sie – und wie wollen wir ihr begegnen? Auf dieser bewussten Grundlage begehen wir gemeinsam eine Underscore Jam.
Alle, die schon mal ein bisschen in das Thema hineinschmecken wollen, können das vorab lesend tun:
– Eine berührbare Welt. Contact Improvisation als gesellschaftsbewegende Kultur (Infos und Bestelllung: www.beruehrbarewelt.de)
– Wenn wir wieder wahrnehmen. Wach und spürend den Krisen unserer Zeit begegnen (mit Bildern von Sibylle Reichel, mehr hier: www.wahrnehmen.org)

Inner spaces – ein Forschungsraum (Wandlungsraeume)

Contact Basics und Bodywork into Jam. 
Kinästhetische Entdeckungsreise durch den Körper, im Kontakt mit dir selbst, dem Boden, dem/der Tanzpartner*in, dem Raum.
Körperstrukturen- und Landschaften miteinander erforschen. Satter Tanzraum. 

Outer spaces – Forschungsraum in der Natur (Wandlungsraeume)

Contact into nature und Authentic movement.
Der Natur mit allen Sinnen begegnen – die Natur als verlässlichsten Resonanzraum für uns selbst erleben. 
Wenn ich mich bewege, bewegt sich das Ganze.
Wie ist es, wenn ich mich als Teil des großen Ganzen begreife?
Erdender Bewegungs- und Begegnungsraum.

2-3 der folgenden Workshops von PeMa Art

And the poetry of being… – all levels
Dieser Workshop berührt die Felder Tanz – Poesie – somatisches Schreiben – Performance. In einem ersten Teil werden wir aus Solotänzen poetische Texte entfalten, die wir in einem zweiten Teil in Performances übersetzen werden. Auch bereits verfasste Texte können von den Teilnehmenden mitgebracht werden und – wer weiß – vielleicht mündet alles in eine Gruppenperformance? Vielleicht auch in größerem Rahmen? [falls das z. B. in einer Pause oder vor einer Abendjam denkbar ist]

The Liberating “No” – all levels
Ist Contact Impro “an intimate dance” (Sanford Lewis)? Ob in sanft-spürigen oder wild-akrobatischen Tänzen – damit ich mich auf meine Tanzpartner*innen ganz einlassen kann, muss ich mich sicher fühlen. Welche Berührung fühlt sich für mich wann stimmig an? Wie sorge ich dafür, dass ich jeden Tanzmoment als genussvoll erlebe? Welche Rolle spielt meine Sexualität? Wie signalisiere ich wertschätzend Grenzen?
Inspiriert u. a. von Martin Keogh und Alito Alessi (DanceAbility) wollen wir in diesem Workshop durch Übungen Werkzeuge vermitteln, die Grundlagen schaffen für CI als sicheren Ort für alle.

Spread Your Wings – all levels
In diesem Workshop geht es um die Freude an Mühelosigkeit im Tanz, ob solo oder mit Partner, vom einfachen Gewichtteilen in Bodennähe bis zu akrobatischen Lifts. Ausgehend von den myofaszialen Armlinien (Myers: Anatomy Trains) möchten wir die Bewusstheit vom Sein, Bewegen, Ausdehnen mit Leichtigkeit erhöhen. Wir werden einfache Wege vom Liegen zum Stehen und Fliegen zeigen.

Conscious Lifts – all levels 
Wie gehen wir in Liftsituationen mit unserem Gewicht um?
Und: Fährt der Lift wirklich immer nach oben?
In unserem Workshop wollen wir von der Basis des achtsamen Gewichtgebens über die “hohe” Kunst des genussvollen Bodysurfens bis zu den akrobatischen Schulterlifts Erfahrungen teilen und sammeln. Was hilft Over- wie Under-Dancer, um Lifts mühelos und freudvoll zu erleben (z. B. Reaching, Momentum)?
Wir werden Techniken anleiten und Raum geben, um auch ungewöhnliche Lift-Wege wie “half-lifts”, “fake-lifts” oder “lifts going down”, die im Jam-Alltag mit Frustration oder Überraschung verbunden sein können, bewusst und mit Spaß einzusetzen.

Partner Work, Breath & Spirals – all levels
We will start warming up by attending to our breath in relationship to our sense of weight. In the act of giving and receiving weight, ‘breathing with’ and listening will encourage a sense of tuning in and synchronicity between partners, supporting ease of movement and momentum.
We will then move on to expand the breath from a core-distal perspective, reaching out in space from the center in all directions, leading us to spiral into space, in and out of contact.
We will embody few simple patterns and lifts to explore with a partner.

Fascinating Fascia – all levels
Viele Emotionen und Erfahrungen mit der Außenwelt werden in unserem Bindegewebe, in unseren Faszien gespeichert.
In diesem Workshop wollen wir in Solos, Duetten und Trios die Qualitäten der Faszien und des „Bindegewebes“ zwischen uns erforschen. Das Bewusstsein von den vernetzten Strukturen innerhalb des Körpers wird auf andere Strukturen in unserer Umwelt übertragen, indem wir das Prinzip der Vernetzung nutzen, um auf (Haut-)Oberflächen zu „schwimmen“, sowie im Raum zu gleiten, uns auszudehnen und Balance zu finden.
Inspiriert von Material for the Spine (Steve Paxton) und Biotensegrity (Levin) werden wir mit den myofaszialen Leitbahnen arbeiten: Wie sind Hände und Füße mit der Wirbelsäule verknüpft? Die fließende Qualität unseres Gewebes und unserer Beziehungen zu ver-körpern wird uns in Lifts begleiten, indem wir einfache Wege vom Liegen zum Stehen und zum Fliegen finden werden.

 

aktuelle Infos im Telegram-Kanal: QR-Code_Telegram_InitiativeTänzerdorf